Mannschaften - Main-Taunus Schachvereinigung2019 / 2021


Hofheim 5 - Bezirksklasse BLink Tabelle der Bezirksklasse B

7. Runde am 08.03.2020

    SC Flörsheim 1921 3       -  SV 1920 Hofheim 5          3.5 : 4.5
1.  Schwarz, Dominik          -  Rohs, Peter                  - : +
2.  Hartung, Jakob            -  Happel, Jonas                0 : 1
3.  Rupp, Ralf                -  Happel, Jürgen               0 : 1
4.  Manasek, Martin           -  Baumann, Wolfgang            1 : 0
5.  Ruppert, Henry            -  Rosenberger, Hans          0.5 : 0.5
6.  Battenfeld, Lukas         -  Rolshausen, Gregor           1 : 0
7.  Heib, Tobias              -  Gordon, Wolfgang             1 : 0
8.  Memis, Kamil              -  Dröll, Alexander             0 : 1

Hofheim 5 mit Glück und Kampfgeist zum Erfolg

Wir waren vorgewarnt. Der Tabellenletzte Flörsheim 3 hatte fast alle Spiele nur sehr knapp, mit 3,5:4,5 verloren. Also bedurfte es in der 7. Runde aller Anstrengungen, auch wenn wir nach DWZ klar besser sein sollten.

Es bedurfte sogar etwas Glück. Der Gegner ließ das 1 Brett frei, so dass wir durch die Anwesenheit von Peter mit einem Punkt Vorsprung ins Rennen gehen konnten.

Alex konnte denVorsprung sogar ausbauen. Aber zunächst musste er einen gegnerischen Angriff mit Dame und Unterstützung von 2 Türmen auf seinen Königsflügel abwehren, was unter Verlust eines Bauern auch gelang. Durch die nun freie a- und b-Linie startete Alex einen Gegenangriff und verspeiste genüsslich einen ungedeckten Bauern auf der g-Linie und dann noch zwei weitere Landwirte. Spielentscheidend war schließlich eine Fesselung der gegnerischen Dame vor ihrem König durch einen gedeckten Turm. Mit einem Turm weniger gab der Gegner auf.

Doch der Vorsprung ging schnell dahin: Gregor verlor nach einem unglücklichen Abtausch einen Bauern und konnte dem anschließenden Druck am Königsflügel kaum noch ausweichen. Vielleicht hatte er im 26. Zug eine letzte Chance zum Ausgleich, die er nicht wahrnahm. Ein überhasteter Verzweiflungsangriff mit Turm und Springer ermöglichte dem Gegner das spielentscheidende Schachgebot auf der Grundlinie.

Wolfgang G. kam mit einer komischen Variante der Benoni-Verteidigung überhaupt nicht zurecht, machte beim Bemühen um Gegenspiel mehrere überflüssige Züge und wurde vom Gegner allmählich überspielt.

Wolfgang B., sonst gar nicht so frauenfeindlich, stellte im Laufe der Partie seine Dame zur Verfügung. Doch der Gegner verzichtete und schlug stattdessen einen Turm mit Schachgebot auf der Grundlinie. Mit einem Turm weniger konnte er nur auf Schadenbegrenzung spielen und stellte dabei seine Dame ein zweites Mal ein. Das gibt es nicht so oft, erst recht nicht am Weltfrauentag.

Nach dem Stand von 2:3 gegen uns vollbrachten unsere Mannen die Heldentaten: Jonas konnte diesmal schon in der Eröffnung Materialgewinn erzielen: Durch eine unabwendbare Abzugsdrohung musste sein Gegner seinen weißen Läufer gegen einen Bauern eintauschen. Bald gewann Jonas einen Bauern dazu und schaffte es mit zwei gegen einen Läufer und drei Bauern auf jeder Seite in ein Matt zu zwingen.

Der nächste Gewinner war Jürgen. Er nutzte den Verlust von 2 Bauern zum Aufbau von Druck auf den nun halboffenen Linie gegen den gegnerischen König. Er gewann dabei nicht nur die zwei Bauern zurück, sondern kam auch zu spürbarem positionellen Vorteil. Eine kleine Unachtsamkeit des Gegners führte am Ende zu einem erstickten Matt und zur 4:3-Führung für Hofheim.

Und Hans kämpfte entschlossen um den notwendigen halben Punkt, obwohl er beim 70. Zug noch zwei Bauern im Rückstand war. Die wollte er zurückholen - und nach 79 Zügen war das geschafft - zur Freude der Mannschaftskameraden.

Endstand 4,5:3.5, weiterhin Platz zwei mit zwei Punkten Vorsprung vor Steinbach 2 und drei Punkten vor Bad Soden 3, beides Gegner unserer letzen beiden Runden.
(Wolfgang Gordon)