Mannschaften - Frauen Ligen2021 / 2022


4. und 5. Runde der 2. Frauenbundesliga Süd in Gernsheim
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4. Runde am 19. März 2022 - 14:00 Uhr

    SV 1920 Hofheim                 -  SV Stuttgart-Wolfbusch        3,5 : 2,5
1.  Sonja Maria Bluhm               -  Melina Siegl                    1 : 0
2.  Karmen Mar                      -  Franziska Fröhlich              0 : 1
3.  Alena Kushka                    -  Nadine Stitterich               1 : 0
4.  Ulrike Rößler                   -  Larissa Erben                   1 : 0
5.  Bruna Tuzi                      -  Leia Lederer                    0 : 1
6.  Gulsana Barpiyeva               -  Gabriele Häcker                 ½ : ½

5. Runde am 20. März 2022 - 09:00 Uhr

    SG Augsburg 1873                -  SV 1920 Hofheim                 0 : 6
1.  Nadia Jussupow                  -  Sonja Maria Bluhm               0 : 1
2.  Maria Horvath                   -  Karmen Mar                      0 : 1
3.  Renata Kosc                     -  Alena Kushka                    − : +
4.  Kristin Braun                   -  Ulrike Rößler                   0 : 1
5.  Dr. Ursula Münch                -  Bruna Tuzi                      0 : 1
6.  Ann-Kathrin Schäfer             -  Gulsana Barpiyeva               0 : 1

In der zweiten Doppelrunde der 2. Frauenbundesliga am 19./20. März trafen die Hofheimerinnen bei Reisepartner Gernsheim auf die Spielerinnen aus Stuttgart und Augsburg. Das Ziel für das Wochenende war ganz klar – alles unter zwei Siegen wäre eine Enttäuschung, zumal Hofheim erstmals in Bestbesetzung antreten konnte.

2. Frauen Bundesliga Süd 2. Frauen Bundesliga Süd Am Samstag gegen Stuttgart lief alles nach Plan, wenn wir auch fünf Stunden lang zittern mussten. Nach drei Stunden hatten wir an drei Brettern Materialvorteil, Gulsana ein gewonnenes Endspiel mit gleichfarbigen Läufern auf dem Brett. Schlag auf Schlag endeten dann drei Partien – alle mit Schachmatt. Zwei, Alena und Ulrike, zu unseren Gunsten, Bruna jedoch musste sich geschlagen geben. Bitter für sie, da sie lange Zeit eine Qualität mehr hatte, dann in einem ausgeglichenen Endspiel das Remisangebot der Gegnerin ablehnte und schließlich zu viel wagte. Die Partie von Gulsana endete kurz darauf mit einem Unentschieden, nur wegen eines kleinen Bauernzuges. Anstatt den a-Bauern abzutauschen, entschied sich Gulsana für das Vorbeiziehen. Nun hatte sie alle ihre Bauern auf der Farbe der Läufer, die gegnerischen Bauern waren auf den weißen Feldern blockiert. Damit schien dem Einmarsch von Gulsanas König und dem Abkassieren der gegnerischen Bauern nichts mehr im Weg zu stehen – außer dem a-Bauern, der jetzt ein Angriffsziel für den Läufer der Gegnerin war und einen Bauerndurchbruch ermöglichte. Damit waren jegliche Gewinnversuche für Weiß unterbunden und das Remis das einzig mögliche Ergebnis.

Brett 1 und 2 machten aus dem restlichen Kampf einen wahren Krimi. Alle vier Spielerinnen lieferten sich ein spannendes Zeitnotduell, nicht nur vor der ersten Zeitkontrolle, sondern auch noch einmal danach. Sonja, die mit einer Qualität mehr in diese heiße Phase ging, blieb die gesamte Zeit sehr ruhig und behielt den Überblick. Wo die Zuschauerinnen schon mehrmals an Remischancen durch Dauerschach glaubten, unterband Sonja alles Gegenspiel und trieb den offenen weißen König schließlich in ein Mattnetz. Bei Karmen lief es leider andersherum. Vor der Zeitnotphase hatte nur sie Spiel, die Figuren der Gegnerin klebten alle noch auf der Grundreihe. Nach und nach jedoch wendete sich das Blatt, Franziska konnte einen Freibauern am Damenflügel bilden und Karmen musste schließlich einen Läufer geben, um den Bauern aufzuhalten. Selbst mit der Figur weniger bestanden noch gewisse Remischancen, aber auch hier war in der entscheidenden Phase der Zeitdruck zu groß und Karmen verlor. Dennoch, der Mannschaftssieg war gesichert und Tabellenplatz drei ebenso.

Augsburg trat am Sonntag nur an fünf Brettern an, Alena gewann also kampflos. Angespornt durch diese schnelle Führung spielten alle Hofheimerinnen hoch konzentriert und vernichteten Augsburg in durchweg starken Partien mit einem 6:0. Dennoch bleibt ein Aufstieg unwahrscheinlich, da Bayern gegen Karlsruhe ebenso hoch gewann und weiter ungeschlagen die Tabelle anführt.
(Anna-Luise Heymann-Lobzhanidze)